Die Schüler/innen der 7A gestalteten mit Hilfe von Profi-Filmkünstlern einen komplett selber erfundenen Kurzfilm unter dem Titel
Der  Klassenkampf

Das Projekt wurde organisiert von Mag. Soyka und finanziert durch Kulturkontakt Austria, Culture Connected sowie privates Sponsoring.

 

Die Klasse 7A arbeitete zunächst zwischen November und April wöchentlich am Drehbuch – im Deutsch-Unterricht angeleitet von der Lehrkraft: Brainstorming, dann Überlegungen zur Spielfilm-Handlung (Ende tragisch oder nicht), Ideen zur Mehrsprachigkeit (Handy-Telefonate, in denen ein Mobbing-Fall weltweit verbreitet wird). Daran waren alle MitschülerInnen gleichermaßen aktiv beteiligt.

Verschiedene Dramentheorien wurden verglichen (Aristoteles, Brecht, Dürrenmatt u.a.). Die Handlung wurde in Szenen unterteilt, jeder Drehbuchteil wurde von einer Teilgruppe fast fertig geschrieben. Dialoge
wurden in Rollenaufstellungsverfahren entwickelt und skizziert.

Die Rollen wurden verteilt, und wer nicht im Film sichtbar werden wollte, übernahm ein Funktion im Aufnahmeteam (Regie, Assistenz, Kamera, Ton, Requisiten u.v.a.). Auch Lehrkräfte der Schule wurden von den SchülerInnen gebeten, kurze Rollen im Film zu übernehmen (als Autofahrerin, Lehrerin, als Direktor bei der Trauerfeier), aber auch Erwachsenen-Rollen (Polizei) wurden von SchülerInnen selber gespielt.

Besonders viel Spaß machten dann im Juni die zwei Drehtage mit dem Filmteam „Shootyourshort“, an denen die Schülerinnen selber das Profi-Equipment des Kameramanns Gregor Centner einsetzen durften, und vom Regisseur Stefan Bohun auf viele neue Ideen gebracht wurden. Vor der Kamera wurde dann auch oft improvisiert und Neues ergänzt. Für die mehrsprachigen Szenen wurden Untertitel vorbereitet.

Die Klasse erwies sich als ein ganz besonders harmonisches und effektives Team, das die Dreharbeiten viel schneller bewältigte als (z.B. von den Filmprofis) erwartet worden wäre. Hilfreich dafür war auch, dass ein Schüler schon Erfahrung hatte mit Kameraarbeit und Filmschnitt, und dass er von allen sofort in der Funktion als ihr Regisseur akzeptiert wurde – der dann während der gesamten Pfingst-Feiertage den Film fertig zusammen setzte. Zwei weitere Schülerinnen setzten das Making-Of-Material daheim zusammen. Zuletzt wurden Vorspann, Abspann und Filmmusik ergänzt. Insgesamt war im Lauf des Schuljahres viel zu viel Filmmusik vorbereitet worden, mit Computerprogrammen wie Mixcraft, Nero usw. Auch das Verzichten auf eigentlich gelungene Aufnahmen wurde geübt. Die stetige gegenseitige Hilfsbereitschaft und die Freude aller im Projekt waren besonders auffällig.

Der fertige Kurzfilm kann nun auf der Schul-Website allgemein zugänglich gemacht werden. Und er wird auch zu Jugendfilmwettbewerben eigereicht.

Die im Kurzfilm (Dauer unter 15 Minuten) erzählte Geschichte ist sehr aktuell und berührend. Nach den Projekttagen gab es viel Feedback der Schülerinnen, z.B. zu den Film-Profis, die in die Schule kamen:  „Kreativ, gut organisiert, lustig und sympathisch, sie haben viele gute Spiel-Tipps gegeben“ – oder (obwohl der Film ein so ernsthaftes Thema behandelt): „Es hat sehr viel Spaß gemacht ! Eine tolle Erfahrung !“.

 

 

 

Einige Bilder von den Dreharbeiten